Stadt bezahlt auch in Zukunft

Die Stadt trägt weiter die Personalkosten für das Innenstadt-Management in voller Höhe
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NEUMARKT. Der "City-Manager" und sein Büro werden auch in Zukunft der Stadt und damit den Steuerzahlern auf der Tasche liegen.
Der Verein "Aktives Neumarkt" sieht sich nicht in der Lage, die Kosten zu schultern. Diese Vorstellung sei "unrealistisch", hieß es am Donnerstag imStadtrat.
Dabei war ursprünglich alles genau ausgemacht: Die Stadt "beteiligt" sich mit "100-Prozent-Zuschüssen" an den Personalkosten von Geschäftsführung und Assistenz - mit anderen Worten: die Stadt übernimmt diese Kosten komplett.

Stadtrat Georg Jüttner hat den Antrag gestellt, ihn aus gesund-
heitlichen und familiären Gründen von seinem Amt zu ent-
binden. Das Stadtrats-Gremium stimmte einstimmig bei einer
- Jüttners - Enthaltung zu. Der langjährige Stadtrat soll in der
nächsten Stadtratssitzung gebührend verabschiedet werden,
sagte Oberbürgermeister Thumann
Allerdings sollte diese Vereinbarung nur in den beiden ersten Jahren gelten: Danach - nämlich heuer - sollten die Personal- und Sachkosten zwischen "Aktives Neumarkt" und der Stadt jeweils zur Hälfte geteilt werden. Der Sachkostenzuschuß der Stadt wurde dabei auch noch auf maximal 30.000 gedeckelt.
Doch inzwischen sind all die schönen Vereinbarungen das Papier nicht mehr wert: Trotz "großer Fortschritte" in der Mitgliederwerbung sei die Vorstellung unrealistisch, daß der Verein schon in den kommenden beiden Jahren allein aus Mitgliedsbeiträgen oder Einnahmen aus Veranstaltungen oder Spenden die notwendigen Personal- und Sachkosten stemmen kann, hieß es am Donnerstag im Stadtrat.
Nun sollen auch für 2012 und 2013 die Personalkosten voll von der Stadt übernommen werden. Die Sachkosten will man teilen - mit der Regelung, daß hier der Stadt-Zuschuß genauso hoch wie die durch den Verein eingenommenen Mitgliedsbeiträge sein soll. Außerdem werden die Sachkosten
auf 60.000 Euro gedeckelt.
Und so toll scheinen die Aussichten der "Aktiven Neumarkter" nicht zu sein: Auch für die Folgejahre ist offenbar fraglich, wann der Verein den ursprünglich vereinbarten Beitrag berappen will. Im Stadtrat hieß es vorsichtshalber, nach 2012 soll die weitere Finanzierung des Innestadtmanagements "erneut im Stadtrat beraten werden".
Oberbürgermeister Tomas Thumann sagte im Stadtrat, daß es natürlich das Ziel der Stadt sei, die Zuschüsse "möglichst nach Null zu fahren". Allerdings räumte er ein, daß es "noch keine Kommune geschafft hat, komplett auszusteigen". Insgesamt handele es sich hier um "gut angelegtes Geld".
Wer zahlt schafft an. Deshalb bedürfen eventuelle Änderungen in der Bezahlung der Mitarbeiter immer der vorherigen Zustimmung der Stadt Neumarkt, wurde festgelegt.
Und der Verein ist "gehalten", die geplanten Projekte im Vorfeld der jeweiligen Haushaltsberatungen der Stadt anzumelden und zu erläutern sowie für alle durch die Stadt bezuschußten Projektausgaben einen Verwendungsnachweis zu erstellen.
26.01.12
Neumarkt: Stadt bezahlt auch in Zukunft